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…Jazz aus Leipzig…

Kooperationskonzert
Jazzclub Leipzig & LeipJAZZig

ORNETTE! 2.0

LeipJazzig.de

Donnerstag, 22.10.2020, 19.30 u. 21.30 Uhr

Schille-Theater (Otto-Schill-Straße 7, Hinterhaus)

Liebe Jazzfreundinnen und Jazzfreunde,
anlässlich der 44. Leipziger Jazztage, die das Thema „Transitions“ haben, findet eine Kooperation der beiden Vereine Jazzclub Leipzig und Initiative Leipziger Jazzmusiker statt. Ort des Geschehens ist das Schille-Theater. Aufgrund coronabedingter begrenzter Platzkapazität wird das Konzert zwei mal gespielt.
Nutzen Sie bitte unbedingt die Möglichkeit von Vorbestellung oder Vorverkauf (s.u.).
Bitte halten Sie beim Konzertbesuch die Hygiene-Regeln ein (Abstand, Mundschutz bis zum Sitzplatz, Gesundheitsfragebogen). Ausführliche Informationen dazu finden Sie auf der Seite Hygienehinweise. Nehmen Sie bitte Ihren Sitzplatz bis 19.15 bzw. 21.15 Uhr ein.

Es grüßt die Initiative Leipziger Jazzmusiker e. V.!
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A tribute to the music of Ornette Coleman

Über den gemeinsamen Nenner
Ornette Coleman ist eine der Ikonen des modernen Jazz. Viel zu lange ist die Schönheit und Plausibilität seiner Kompositionen unter dem viel zu kurz greifenden Signum „Free Jazz“ rubriziert worden. So hieß sein im Doppelquartettkollektiv improvisiertes Album aus dem Jahr 1961. Vieles verblüfft noch immer an dieser zeitlosen, lebensprallen und revolutionären Musik, die so folgenreich sein und bleiben sollte, indem sie die gängigen Changes des Jazz verließ.
Das erstaunliche Ausgangsmaterial von Colemans harmolodischem Konzept erweist sich auf vielfältige Weise als äußerst reizvoll für Neuinterpretationen. Jedenfalls wenn es sich vier exponierte deutsche Musiker der immer noch jungen Generation mit zugeneigtem Einfallsreichtum für einen neuen spielfreudigen und ausgefuchsten Zugang vornehmen. Dann kann das vermeintlich Komplizierte zu einer Startrampe werden für mal temposcharfe, dann wieder schwelgerische Kurzweil, mit der beim Kern einer Sache geblieben wird, die ihre ist. Man erlebt ein akustisches Bekennerschreiben, das von Leidenschaft grundiert ist.
Tragfähig, ruppig und originell sind die Kompositionen, die hier als dichtes Netz ausgebreitet und auf ihre Elastizität hin geprüft werden. Wanja Slavin und Mark Weschenfelder sind nicht nur exzellente Saxofonisten, sondern auch Konzeptdenker. In außergewöhnlichen Formationen haben sie das nachgewiesen. Mit Robert Lucaciu und Sebastian Merk haben sie für ihre pfeilschnellen Interaktionen genau so eine Rhythmussection neben sich, die das Flexible von Colemans Musik nuanciert grundieren kann und ihrs hinzufügt.
In der Summe kann das rasant klingen und dann wieder in fast folkloristischer Einfachheit. Kantig, spröde und voran drängend bringt das zwischen Intensität und Balladenbremsung ein ganzes Kaleidoskop der Möglichkeiten zum Schimmern. Man höre nur die superbe Intimität, die sie dem oft gespielten „Lonely Woman“ einhauchen, um von da dann wieder das Tempo anzuziehen.
„Pure frei improvisierte Musik ist mir häufig zu klischeebeladen. Zu oft verfällt man dabei ins Abrufen von Vorhandenem, und dann funktioniert es nicht“, sagt der programmatisch denkende Mark Weschenfelder. „Souveränitätsgewinn bedeutet ja auch, dass man klassische Formen inzwischen mit eigenen Inhalten füllen kann“, beschreibt Wanja Slavin seinen Zugang zu den Ahnen. Und genau darum geht es.  –  Ulrich Steinmetzger

Mark Weschenfelder – Altsaxophon
Wanja Slavin – Altsaxophon
Robert Lucaciu – Kontrabass
Sebastian Merk – Schlagzeug

Foto: David Campesino
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Bitte nutzen Sie die Möglichkeit der Vorbestellung oder des Vorverkaufs. Die Infos hierzu finden Sie unter www.jazzclub-leipzig.de/jazztage/tickets/

Die Lage des Schille-Theaters finden Sie hier.

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