Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

LeipJAZZig-Herbstfestival

12 November 19:00 13 November 22:00

LeipJAZZig-Herbstfestival 12.-13. November 2022

Das diesjährige Herbstfestival ist etwas „kompakter“ als gewohnt: An zwei Abenden spielen nun jeweils drei Bands, statt wie bisher an drei Abenden jeweils zwei Bands. Dadurch wird der Festival-Charakter deutlicher, und unsere Gäste können am freigewordenen Freitag (11.11.) zu unserem Sonderkonzert „INNER ORBIT“ in den Großen Saal der HMT kommen ;-)

Tickets zu 25 € (20 € ermäßigt bzw. 10 € für Leipzigpass-Inhaber) gibt es entweder für jeden Festivaltag einzeln, oder es kann ein Festivalpass (45 € bzw. 35 €) erworben werden, der dann für beide Tage gilt. Tickets für einzelne Festivalkonzerte werden nicht angeboten.

12. November

19 Uhr: Groundfields

Festival LeipJAZZig-Herbst: Groundfields (Foto: © ?)

Untergrund als Basis des Tuns, der Acker als fruchtbares Feld. Die Vergangenheit als Basis im Jetzt für das Tun in die Zukunft hinein. Durch ihren grenzenlosen Umgang mit ihren Instrumenten und sich selbst, gestalten sie ein multiples-kommunikatives Klangbild mit kraftvoller Polyrhythmik aus Schlagwerk, Saxophon, Gitarre und Stimmen bis hin zum feinsten Säuseln durch zwei Lippen. Mittels virtuoser Techniken und Klangvorstellungen der ‚Improviser‘ liefert die offene Form das freie Feld für expressionistischen Ausdruck und schafft mit modernen Mitteln eine Musik, die purer und ursprünglicher nicht sein könnte. 

Das Trio entstand 2021 als Carte Blanche von Saxophonist Michel Doneda beim Festival „Die Potentiale“.

Michel Doneda (Marseille) – Saxophon
Konny Behrendt – Gitarre
Steffen Roth – Schlagwerk

20 Uhr: Ensemble Konzipierte Improvisation

Ensemble Konzipierte Improvisation

Das von Wolfram Dix 2008 im Rahmen seiner Lehrtätigkeit an der HMT Leipzig begründete Ensemble Konzipierte Improvisation experimentiert mit verschiedenen Kommunikationsformen, die bei Sessions und Aufführungen vorwiegend improvisierter Musik zur Anwendung gelangen können. Auf das Vokabular herkömmlicher Jazzmusik wird weitestgehend verzichtet. Zur Anwendung kommt vorrangig die Arbeit mit verschiedenen Parametern wie Dichte/Leere, Spannung/Entspannung sowie graphische und verbale Spielvorgaben der verschiedensten Art. Spontandirigat und spielerische Aneignung von Novalis-Gedichten gehören ebenso zum Repertoire wie Textvorlagen von Wolfram Dix, bei deren klanglicher Interpretation die Prinzipien der Improvisierten Konzeptmusik zur Anwendung gelangen.

Wolfram Dix – Leitung
Myrsini Bekakou – Violine
Mara Wörner-Schönecker – Stimme
Emmanuel Walther – Klavier, Perkussion
Vincent Meißner – Klavier, Perkussion
Florian Donndorf – Gitarre
Maximilian Müller – Kontrabass 

21 Uhr: Lora Kostina Trio & Pascal von Wroblewsky

Festival LeipJAZZig-Herbst: Lora Kostina Trio & Pascal von Wroblewsky (Foto: © Jörg Singer)

„Treffen sich ein Amerikaner, ein Russe und ein Deutscher…“

…auf der Bühne. Wie in jedem guten Witz braucht man eine Pointe und die besteht darin, dass Lora Kostina Trio und Pascal von Wroblewsky schon nach nur 2 Jahren gemeinsamer Zusammenarbeit ein Best Of ihrer Programme beim Festival Leipjazzig aufführen. 

Es treffen sich also: 

Der Amerikaner – Burt Bacharach

Der Russe – Boris Pasternak 

Und der Deutsche – eine Auswahl von Liedern aus DEFA-Filmen, alle neu arrangiert von Lora Kostina.

Ein Abend der kosmopolitischen Protagonistinnen mit Lieblingsliedern aus drei Programmen – zum Preis von nur einem Konzert. 

Und das ist kein Witz!

Im Kontext der Pandemie und deren Auswirkungen auf die menschliche Seele und Psyche und im zeitlichen Werkschaffen des Lora Kostina Trios ist dies ein idealer inhaltlicher Ausgangspunkt.

Pascal von Wroblewsky (Berlin) – Gesang
Lora Kostina – Klavier, Arrangements 
Daniel Werbach – Kontrabass 
Tom Friedrich – Schlagzeug 

13. November

19 Uhr: Kohärenz

Festival LeipJAZZig-Herbst: Kohärenz (Fotos: © Jörg Singer/Frank Vogelsteller

Die Musik und der Blick der Kamera bringt das Gemälde in Bewegung. Es wird zeitlich und räumlich abgetastet. In dieser akustischen und filmischen Begegnung mit dem Kunstwerk entsteht eine Gegenwärtigkeit, die die Malerei konkretisieren und die Expressivität unterstreicht. Die Kamerafahrt streift, fasst ein, zerlegt das geschlossene Bild – das Gemälde – in Ausschnitte, Abgegrenztes bewegt sich in das Bildfeld hinein. Das Gemälde erscheint überschreibbar und wechselbar. Zwischenräume, Umgebungen, Suchbewegungen, Anwesenheit und Abwesenheit entstehen und die Malerei wird zu „entzerren“ versucht. Es sind Suchbewegungen, die sich in die Warte des Kunstwerks hineinbewegen wollen – und dadurch ihre eigene filmische Artikulation gewinnt.

Es entsteht ein Film, der die Ereignisse strukturiert. Quasi als Partitur dient.

Lothar Fiedler (Berlin) – Gitarre, Sounds
Heiner Reinhardt – Bassklarinette
Thomas Moritz – Kontrabass, Sounds
Wolfram Dix – Schlagzeug, Perkussion

20 Uhr: Breu

Festival LeipJAZZig-Herbst: BREU (Foto: © Konstantin Dziwis)

Wann ist eine Band eine Band? Wenn aus unverwechselbaren Einzelstimmen etwas Gemeinsames entsteht – nicht der kleinste gemeinsame Nenner, sondern der größtmögliche Entfaltungsraum für alle. BREU ist eine solche Band. Ihr Namensgeber Maximilian Breu prägt sie mit seinem eigenwilligen, hochenergetischen Schlagzeugspiel und seinen Kompositionen. Mit beidem entfernt er sich erfrischend weit von jeglichen Jazz-Klischees. Ungerade Rhythmen, eckige Ostinati, plötzliche Umbrüche, Zerbröselndes, Zerfaserndes… Man kann sich bei BREU nie sicher sein, was als Nächstes kommt. Aber was dann kommt, hat eine Überzeugungskraft, die dem Spiel in der Rückschau eine erstaunliche Stimmigkeit verleiht. Hier entwickelt sich Musik organisch weiter, prescht auch mal indie-rockig voraus, hält inne, brodelt untergründig, nimmt einen Umweg, erreicht Durchgangsstationen statt vorhersehbarer Ziele.

Als weitere unverwechselbare Einzelstimmen dieses erstaunlichen Kollektivs glänzen ein virtuoser Gitarrist mit explosivem, oft soundverfremdeten Spiel, eine verblüffend wandlungsfähige Pianistin und ein eminenter Kontrabassist, dessen Töne eine wunderbar flexible Tragfläche aufspannen.

Wenn Jazz im 21. Jahrhundert bedeutet, mit stilistisch weitem Blick improvisierte Musik für offene Ohren zu machen, dann ist BREU der lebende Beweis dafür.

Olga Reznichenko – Klavier, Keyboards
Andreas Dombert (Regensburg) – Gitarre
Robert Lucaciu – Kontrabass
Maximilian Breu – Schlagzeug

21 Uhr: Last Exit Schönefeld

Festival LeipJAZZig-Herbst: Last Exit Schönefeld (Foto: © ?)

Für dieses Tribute Konzert blicken Gitarrist Werner Neumann und Vibraphonist Volker Heuken auf zwei ihrer persönlichen Vorbilder zurück und beleuchten die Zusammenarbeit von Gary Burton und Pat Metheny. Der Revolutionär des vier Mallet-Spiels am Vibraphon Burton formte früh in seiner über 60 Jahre währenden Karriere Quartette mit den Hauptinstrumenten Vibraphon und Gitarre. Wie einige namhafte Gitarristen vor ihm wurde 1974 auch Metheny mit 21 Jahren in Burtons Quartett berufen. Seither kreuzten sich die Wege der Ausnahmemusiker immer wieder und sie nahmen zahlreiche Platten auf. Gary Burton beendete seine Karriere am Vibraphon ganz offiziell im Jahre 2017. Der Professor für Jazzgitarre in Leipzig Werner Neumann und der Vibraphonist und Jazzpreisträger der Stadt Leipzig des Jahres 2019 Volker Heuken erinnern in diesem Projekt an die Zusammenarbeit Burtons und Methenys und bergen einige komposito-rische Schätze. Der Bassist Pepe Berns, ebenfalls Professor in Leipzig und seit fast 30 Jahre Weggefährte von Werner Neumann in verschiedenen Bands, sowie der Schlagzeuger Max Stadtfeld, auch er Gewinner des Leipziger Jazzpreises, komplettieren dieses Quartett in Originalbesetzung. 

Werner Neumann – Gitarre         
Volker Heuken – Vibraphon      
Pepe Berns – Kontrabass
Max Stadtfeld – Schlagzeug

Initiative Leipziger Jazzmusiker e. V. (LeipJAZZig)

+49 341 3500 5299

Veranstalter-Website anzeigen

Theaterhaus Schille

Otto-Schill-Straße 7
Leipzig, Sachsen 04109 Deutschland
Google Karte anzeigen
Veranstaltungsort-Website anzeigen
Nach oben